KUNSTWERKE AUS
STOFF UND GARN
Quilts – dabei denkt man an bunte Überwürfe, rauschende Farben und fantasievolle Ornamente. Marie-Christine Chammas fügt dem Spiel mit Stoffen und Garnen noch eine weitere Komponente hinzu. In ihren Eigenkompositionen bauscht sich der Stoff mal hier, mal da – es entsteht eine eigenwillige Dreidimensionalität, die den Quilt zum künstlerischen Objekt machen.
DAS BESONDERE PRODUKT
Quilts als künstlerische Objekte – Marie-Christine Chammas lotet die Möglichkeiten der Materialien Stoff und Garn neu aus.
BILDERGALERIE
MARIE-CHRISTINE CHAMMAS
eröffnete ihr Quilt-Atelier 2005 in Witten und zog 2009 ins Kulturwerk Lothringen. In dem kreativen Ambiente fühlt sie sich wohl und es entspricht ihren außergewöhnlichen Stoff-Werken. Marie-Christine Chammas fertigt einerseits für Kunden Quilts nach Wunsch. Ihre eigenen Arbeiten öffnen aber darüber hinaus der Quilt-Kunst auch neue, ungewöhnliche Wege.
Aufgewachsen im Orient, gereift in Europa, geschult am Übersetzen von Worten, geschmiedet an der Vermittlung von Sprache, macht sich Marie-Chammas jetzt an der Nähmaschine auf die Suche nach der Übermittlung von Bildern.
NEUES LEBEN FÜR DIE KUNST DER ENGLISCHEN BERGARBEITERFRAUEN
Quilts sind „gefüllte“, schöne Decken, bei denen die Füllung durch mehr oder weniger aufwändige Steppnähte an Ort und Stelle gehalten wird. Sie haben weltweit verschiedene Entstehungsregionen und historische Traditionen. Wenig bekannt sind hierzulande die Quilts der Britischen Inseln, insbesondere aus Nordengland: handgesteppte Decken, die durch edle Stoffe und zeitlose, sehr elegante Steppmuster heute noch begeistern, Sammlerherzen höher schlagen lassen oder als besondere Schätze in Familientruhen und Museen gehütet werden.
Der größte Teil dieser heute noch bewunderten Nordenglischen Quilts ist ab Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhundert entstanden, in den damaligen Bergbauregionen. Karitative Vereine hatten Werkstätten gegründet, in denen die Ehefrauen oder Witwen der Bergarbeiter ihr überliefertes Können in der Herstellung von Tagesdecken gewinnbringend einsetzen konnten, und so zum Unterhalt ihrer Familien beitragen konnten. Später gründeten „private“ Unternehmerinnen weitere Werkstätten, und die Quilts wurden in den aufstrebenden luxuriösen Kaufhäusern der großen englischen Städte vertrieben. In der großen Wirtschaftskrise brachen die Käuferschichten für Luxusgüter zunächst weg, und nach dem zweiten Weltkrieg brachte die Nachfrage nach industriell produzierten Massenartikeln diesen Wirtschaftszweig zum Erliegen.
DIE MODERNE GEDEIHT AUS TRADITIONEN
Die Traditionen der Vergangenheit sind der fruchtbare Boden, auf dem die Innovationen der Neuzeit gedeihen können. So hat Marie-Christine Chammas, Gründerin von quiltissimo, sich auf die Suche nach Möglichkeiten begeben, das Zusammenspiel der Muster und Strukturen auf Stoff in eine zeitgenössische Formensprache zu übersetzen und hochwertige Quilts mit modernen technischen Mitteln zu produzieren.
Dafür hat sie für ihr Atelier speziell gelagerte Nähmaschinen aus den USA importiert, mit denen sie ihre Entwürfe auf die sorgfältig ausgewählten Stoffe steppen kann. Dadurch entstehen Quilts, die durch Ihre Oberflächenstruktur bestechen, wie auch durch die Vielfalt der fantasievollen Muster, von elegant Ton-in-Ton bis zu ausdruckstarken Farbkombinationen.
ART-QUILTS ALS RAUMSCHMUCK
Die Art-Quilts sind Raumschmuck, als Wandbild oder Überwurf, während die Gebrauchsquilts aus strapazierfähigeren Materialien „ihre“ Menschen durch den Alltag und das Leben begleiten. Daneben entwirft und fertigt Marie-Christine Chammas verschiedene textile Accessoires, wie Tücher, Schals und Taschen für Liebhaber des Besonderen.
Ihr Können setzt Marie-Christine Chammas, Wahl-Ruhrstädterin aus Begeisterung, auch für Innovationen im Bereich gesteppter Möglichkeiten ein. Von hauchdünner Seide bis zu schwerem Baumwollköper, von Postkartengröße bis zum großen Banner in der Größe bis 3 mal 5 Meter kann sie fast alles steppen, was biegsam genug ist, um aufgerollt zu werden, und was weich genug ist, um durchgenäht zu werden. Transparente Gardinen und Papiere für Lampenschirme gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie in jüngerer Zeit gequiltete Fotodrucke mit Motiven aus der Industriekultur und der Industrienatur.
ATELIER UND GALERIE
Die hellen und freundlichen Räume von quiltissimo im KWL sind Atelier und Galerie zugleich. Während die Wände Platz für kleine, wechselnde Ausstellungen bieten, arbeitet Marie-Christine Chammas bereits an ihrer Langarm-Quiltmaschine an neuen Projekten. „Ich freue mich, wenn ich mit Kunden die optimalen Stoff-, Farb- und Quiltmuster-Kombinationen für ihren Raum zusammenstellen kann und weiß, dass sie lange Jahre Freude an ihrem besonderen Quilt haben werden.“ Herausforderungen feuern die kreative Arbeit an und sind das Sprungbrett in die Zukunft.
ÖFFNUNGSZEITEN
donnerstags und freitags 15 – 18 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung
KONTAKT
Lothringer Straße 38
44805 Bochum
Telefon: 0234 – 357 81 25
Telefax: 02302 – 933950
E-Mail: info@quiltissimo.de
Internet: quiltissimo.de







